Erneut Ermittlung gegen Ackermann

In der vergangenen Woche hat die Münchner Staatsanwaltschaft das Büro des Chefs der Deutschen Bank, Josef Ackermann durchsuchen lassen. Als Grund wurde der Kirch-Prozess angegeben, bei dem ein Prozessbetrug der Beteiligten vermutet wird. Auch das Büro und die Wohnung des ehemaligen Bank-Chefs Clemens Börsig, der noch immer im Aufsichtsrat der Deutschen Bank aktiv ist, wurden von Ermittlern der Staatsanwaltschaft untersucht. „Die Bank ist davon überzeugt, dass sich die jetzt erhobenen Vorwürfe wie in allen bisherigen Verfahren des Kirch-Komplexes auch in diesem Falle als unbegründet erweisen werden“, wies ein Sprecher der Deutschen Bank die Anschuldigungen zurück. Die Durchsuchungen bezeichnete der Sprecher als „unverhältnismäßig“. Der inzwischen verstorbene Medienmogul Leo Kirch begann vor einigen Jahren mit einer Reihe von Klagen gegen Breuer und die Deutsche Bank wegen Verleumdung, die zur einer gesunkenen Kreditwürdigkeit Kirch’s führte. Der Bundesgerichtshof hatte dem Kläger bereits grundsätzlich das Recht auf Schadensersatz zugesprochen, dessen Höhe aber noch nicht feststand. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.

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