Höhere Lohnabschlüsse nicht ausreichend

Die aktuell gute Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland hat auch zu überdurchschnittlich gestiegenen Tarifabschlüssen geführt. Wie die Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf mitteilte, wurden die Tariflöhne um rund 2 Prozent im Schnitt erhöht. Allerdings wird das die für dieses Jahr erwartete Inflationsrate von 2,3 Prozent nicht abfangen können, wie Reinhard Bispinck, der Leiter des WSI-Tarifarchives, mitteilte. Aufgrund des „unerwartet starken Anstiegs der Verbraucherpreise“, so befürchten die Experten, können die Angestellten und Beschäftigten den Kaufkraftverlust nicht durch die leichte Lohnerhöhung ausgleichen. „Der Aufschwung muss endlich bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ankommen. Sie haben ihn schließlich auch erarbeitet“, fordert der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer in einem Interview mit der „Welt“. Dagegen lobt Dieter Hundt, der Präsident der Deutschen Arbeitgeberverbände die Tarifabschlüsse als „ein Beleg für ein verantwortungsvolles Handeln der Tarifpartner“.

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