Neue Vorwürfe gegen AWD

Wie sich jetzt heraus stellt, hat der AWD in mehreren Tausend Fällen hoch riskante Anlagen empfohlen und damit viele Kunden in den Ruin getrieben. Der „Stern“ berichtete mit Bezug auf eine interne Kundenliste, die der Redaktion von einem der Mitarbeiter zur Verfügung gestellt wurde, dass der AWD allein in den neunziger Jahren über 34.000 Beteiligungen für mehr als eine Milliarde Euro an Privatanleger verkauft hat, die zu den Drei-Länder-Fonds gehörten und heute nur noch einen Bruchteil der investierten Summen wert sind. Nach der vorliegenden Auflistung zu urteilen, haben die Berater des Konzerns an rund 20 Prozent ihrer Kunden hoch riskante Wertpapiere auf Kredit verkauft. Dadurch verloren die Anleger nicht nur ihr eigenes Vermögen, sondern blieben nach dem Wertverfall der Papiere auch auf hohen Schuldenbergen sitzen. Julius Reiter, der als Anwalt seit vielen Jahren Opfer des AWD vor Gericht vertritt, geht von einem Gesamtschaden für Kunden in Milliardenhöhe aus. Der Sprecher des Unternehmens, Bela Anda, verweigerte eine Auskunft zu den, im Stern veröffentlichten neuen Vorwürfen, mit Hinweis auf das Geschäftsgeheimnis. Zumindest für einen haben sich die riskanten Anlagen aber gelohnt. Carsten Maschmeyer, der Gründer des AWD, gehört heute zu den reichsten Männern Deutschlands.

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