Inflationsgefahr: Zinsen bleiben noch niedrig

Vor einer möglichen Inflationsgefahr warnt jetzt die Europäische Zentralbank. Aktuell sind es vor allem Rohstoffe und Energiekosten, durch die viele Preise in die Höhe getrieben werden. Trotzdem erwartet der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, langfristig Preisstabilität, so das der Leitzins vorerst auf seinem 1 Prozent-Tief bestehen bleibt. Trichet: „Was zählt, ist nicht die akute Inflation, sondern die mittelfristige“. Er geht davon aus, dass die Inflationsrate im Laufe des Jahres auf circa 2 Prozent einpendeln wird. Zwar liegt sie derzeit über diesem Limit, doch Präsident Trichet rechnet dafür mit einem Absinken unter die 2 Prozent-Marke zum Ende des Jahres. In der Euro-Zone stieg im Januar die Inflationsrate, im Vergleich zum Vormonat, um 0,2 auf 2,4 Prozent. Bis zu zwei Prozent sind, laut Aussage der Europäische Zentralbank, durchaus als Preisstabil zu werten. Das größte Risiko für eine Inflation ist derzeit der so genannte Zweitrundeneffekt. Dieser tritt ein, wenn Arbeitnehmer mehr Lohn fordern, um die Preiserhöhungen abfangen zu können. Diese Lohnerhöhungen wiederum werden von den meisten Unternehmen auf die Preise aufgeschlagen, was zu einer „Inflationsspirale“ führen kann. Die UN-Organisation für Ernährung kritisiert dagegen, dass weltweit die Lebensmittelpreise gestiegen sind und diese Steigerung durch die gleich bleibenden Einnahmen der Verbraucher nur unzureichend bewältigt werden kann. Durch den niedrigen Leitzins versucht die EZB, bei der sich Kreditinstitute Geld leihen können, die durch die Finanzkrise leicht angeschlagene Wirtschaft zu unterstützen.

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