Berlusconis Rücktritt bringt keine Entspannung auf den Märkten

Der Rücktritt des italienischen Regierungschefs, Silvio Berlusconi, hat die Märkte weniger beeinflusst, als gehofft. Bei der notwendigen Aufnahme neuer Kredite, musste die italienische Regierung wesentlich höhere Zinsen vereinbaren, als noch vor einem Monat. Von 5,32 auf 6,23 Prozent stieg der Zins für einen Kredit über fünf Jahre, der aktuell von Italiens Regierung verlangt wird. Zeitweise stiegen die Forderungen auf bis zu 6,437 Prozent. Einen Kredit in Höhe von 5 Milliarden Euro musste Italien Anfang dieser Woche aufnehmen. Der italienische Staatspräsident, Giorgio Napolitano, hat in der vergangenen Woche einen Wirtschaftsexperten mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. In einer Stellungnahme versuchte er zu beruhigen, indem er darauf verwies, dass die „kollektiven Anstrengungen“ Italien helfen werden, die akute Schuldenkrise zu meistern. Trotzdem raten Ratingagenturen und Finanzexperten derzeit von Investitionen in Italien ab.

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