Archiv der Kategorie: Wirtschaft

Neue Mobilfunkfrequenzen kommen unter den Hammer

Am Montag Mittag wird eine Auktion starten, die mit großem Interesse verfolgt wird. Die vier großen Mobilfunkanbieter T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus werden sich dann gegenseitig überbieten und versuchen die Auktion für sich zu gewinnen.

Es geht um den Erwerb neuer Frequenzen, denn in Zeiten der Mobiltelefone, die internetfähig sind ist die Auslastung der Netze spürbar hoch. Bundenetzagentur-Präsident Matthias Kurth eröffnet um 13 Uhr die Auktion und wird insgesamt ein Spektrum von 360 Megahertz versteigern.

Schon 2000 gab es eine derartige Auktion. Damals wurden die UMTS-Frequenzen versteigert und brachten eine Summe von 50 Milliarden Euro ein. So hoch wird der Erlös diesmal wohl nicht ausfallen, wie Experten der Branche berichten. Die Schätzungen liegen im Bereich von vier bis acht Milliarden Euro.

Karstadt Pleite erhält neue Zahlen

650 Millionen Euro, das ist die Summe die der Steuerzahler für die Karstadt Pleite berappen darf. Die Zahlen wurden von einem Sprecher des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg an die Mitarbeiter bekannt gegeben. Weiterhin soll Karstadt noch Offenstände von 2 Milliarden Euro bei diversen Gläubigern haben. Die Zahlen setzen sich folgendermaßen zusammen 500 Millionen Euro sind für die Steuerbehörden, und etwa 150 Millionen betragen die Ansprüche der Sozialkassen und der Arbeitsagentur für die Insolvenzgeldzahlung an Karstadt Mitarbeiter. Man rechnet mit einer Rückzahlungsquote von etwa drei Prozent, das würde bedeuten rund 21 Millionen haben die Behörden lediglich zu erwarten. Die Karstadt Pleite hatte bisher 13 geschlossene Warenhäuser und 900 Entlassungen zur Folge. Der Stellenabbau geht derzeit weiter, in einem Zeitraum von 6 Monaten sollen weitere 125 Stellen abgebaut werden. Angeblich sind bereits Interessenten zum Kauf der Warenhauskette vorhanden, ob ein Verkauf allerdings gelingt bleibt abzuwarten.

BayernLB erneut in den Schlagzeilen

Diesmal geht es um den Kauf der Hypo Alpe Adria. Hierbei wurde scheinbar ein deutlich zu hoher Kaufpreis gezahlt. Laut einem Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young wurde die Bank auf einen Wert von 2,4 Milliarden Euro taxiert. Die BayernLB zahlte jedoch 1,6 Milliarden Euro für die Hälfte der Anteile an der Hypo Alpe Adria, was einem Gesamtvolumen von 3,2 Milliarden Euro entspricht. Insgesamt wurden bisher 1,1 Milliarden Euro in die Bank gesteckt. Wenn man bedenkt das die Anteile später für einen symbolischen Euro nach Österreich verkauft wurden, so hat den Steuerzahler das ganze etwa 3,7 Milliarden Euro gekostet. Die Grünen im Landtagsuntersuchungsausschuß vertreten durch Sepp Dürr und Finanzexperte Eike Hallitzky sehen Georg Fahrenschon von der CSU auf der Anklagebank da er ihrer Meinung nach das ganze unter den Tisch kehren wollte. Angeblich sollte Georg Fahrenschon frühzeitig von der Lage Kenntnis gehabt haben aber weiterhin Kredite für die angeschlagene Tochter der BayernLB abgesegnet haben. Weiterhin sehen die Grünen keinerlei Zukunft für eine eigenständige Zukunft der BayernLB, da sei nur ein Verkauf oder eine Fusion denkbar.

Ärzte Streik in Krankenhäusern

Unsere Ärzte gehen wieder auf die Barrikaden, die Tarifverhandlungen für die Klinikärzte sind gescheitert. Nach einer etwa 30 stündigen Verhandlung gab die Ärztegewerkschaft Marburger Bund bekannt das eine Einigung nicht in Sicht ist und man die Verhandlungen einstellt. Auf der anderen Seite beklagt die Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VKA) eine mangelnde Bereitschaft der Ärztegewerkschaft den Konflikt zu lösen. Rudolf Henke vom Marburger Bund kündigte bereits Streiks an. Joachim Finklenburg vom VKA betonte das eine Einigung bereits vorlag, die Ärztegewerkschaft jedoch das ganze wieder kippte. Angeblich sei vereinbart worden das die Gehälter der Ärzte um 2,9% ansteigen und die Bezahlung für Bereitschaftsdienste um 16 und 20% angehoben werden. Die ursprüngliche Forderung der Ärztekammer lag bei einer Gehaltserhöhung von 5%. In den nächsten Tagen und Wochen dürfte damit wieder für etwas mehr Hektik im Krankenhausbetrieb gesorgt sein.

Leipziger BMW Werk mit erhöhter Nachfrage

Karsten Engel, Deutschland-Chef von BMW sagte der Leipziger Volkszeitung “Fahrzeuge die in Leipzig gebaut werden brauchen wir am meisten“. Man könnte meinen das die Zeit in denen sich die SUV´s sehr gut verkauften vorbei seien, doch der neue kleine X1 SUV belehrt eines besseren. Die Nachfrage sei höher als die momentane Produktionsmöglichkeit. Wer heute einen X1 bestellt müsse mit 4-5 Monaten Lieferzeit rechnen. Das kommt natürlich den Arbeitnehmern zugute, in Leipzig werden 730 Fahrzeuge am Tag produziert wovon etwa 365 Stück allein der X1 sind. Es wurde bereits eine dritte Schicht im Karosseriebau eingeführt um das Bestellvolumen abzuarbeiten. Im Leipziger Werk sind etwa 5200 Menschen beschäftigt, 2600 davon sind direkt bei BMW angestellt.